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Weihnachtsbeleuchtung

4. Adventsimpuls


Die Adventszeit scheint für viele Menschen unter uns in der Gesamtschau des Jahres eine Zeit von besonderer Bedeutsamkeit. Vermutlich nicht nur wegen der guten Plätzchen und vielen Adventskalender, der jahreszeitlichen Marzipankartoffeln und Dominosteine sowie dem leckeren Punsch. Sondern auch, weil die Wochen vor den Festtagen fast schon zur Besinnlichkeit aufrufen, zum Innehalten im Alltag und zum Zusammenkommen mit den Liebsten einladen. Und vielleicht auch deshalb, da das Jahr zu Ende geht und mit einer neuen Jahreszahl vermeintlich auch ein Stück weit ein neues Kapitel beginnt.

Immer wieder kommt die Frage auf, wie Weihnachten im Hospiz gefeiert wird. Was es vermutlich bedeuten mag, wenn ein Gast diese Zeit der Besinnlichkeit in dem Bewusstsein erlebt, dass das vermutlich sein oder ihr letztes Weihnachtsfest sein wird? Was es für die An- und Zugehörigen heißt, diese letzte Adventszeit mit ihrem oder ihrer Liebsten zu verbringen? Was es von uns Begleitenden braucht, um schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Nahestehenden in dieser Zeit gut zu begleiten und vor allem doch aber diese Zeit mit ihnen und für sie ganz bewusst zu gestalten?

Eine mögliche Antwort auf diese Frage möchte ich mit einigen Worten aus dem „Der Andere Advent“-Kalender von 2012 formulieren:


Alles ist getan. Das Haus trägt seinen Sonntagsstaat, Duft von frischem Brot erfüllt die Räume, der Wein ist eingeschenkt. In mir kribbelt es erwartungsfroh, bevor wir uns treffen. Was brauchen wir mehr? Eine Prise Zeit. Ein Paar offene Ohren. Grüne Zweige. Ein ungeteiltes Herz. Habe ich doch auch alles da. Also komm: Sei du mein Gast.

Auf dass wir uns in dieser Adventszeit gute Gastgeber/innen und Gäste sind.

Herzlichst


Magdalene Goldbach

Hospizleitung

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