Weihnachtsbeleuchtung

Interview mit Daniela Kley, Pflegedienstleitung Kloster-Hospiz

Nächstenliebe teilen, Menschlichkeit erleben, Entlastung bringen und Schmerzen lindern, sind die Ziele des am 01. September 2021 eröffneten Kloster-Hospizes. Der Aufenthalt soll – trotz der vielfältigen Belastungen für die erkrankten Menschen und deren Angehörige und Freunde – wie eine wohltuende Umarmung sein, aber auch ein Ort, an dem Platz für Trauer ist.



Liebe Frau Kley, das Hospiz ist nun seit fast einem dreiviertel Jahr geöffnet. Sie wollten einen Ort für schwerkranke Menschen und ihre Familien schaffen, an dem gleichermaßen Platz ist für das Leben und das Abschied nehmen, für Leichtigkeit und Trauer. Sie haben mit Ihrem Team nun schon einige Gäste auf ihrer letzten Reise begleitet. Schaffen Sie diesen Spagat? Wie werden Sie den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht?


„Der Spagat gelingt uns mittlerweile gut. Wir orientieren uns stark am Hier und Jetzt, an dem, was unseren Gästen guttut. Wir wollen aber auch ein Stück weit Normalität erhalten. Aus diesem Grund hatten wir uns auch dafür entschieden, gemeinsam Fasching zu feiern. Die Freude an der Unbekümmertheit des Moments war ansteckend. “


Mit der Eröffnung kamen viele neue Mitarbeiter ins Team. Wie hat sich die Zusammenarbeit bei dieser besonderen Aufgabenstellung entwickelt?


„Das Team hat sich ziemlich schnell gefunden, jedoch haben wir gemeinsam Zeit gebraucht, um zu begreifen, dass Hospiz-Arbeit weit mehr ist, als Trauerarbeit. Jede und jeder hatte für sich eine klare Vorstellung von der Aufgabe und definierte für sich Kompetenzfelder, die eingebracht werden sollten. Wir arbeiten aktiv miteinander daran, diese Vorstellungen dem Notwendigen anzugleichen und die Kompetenzen von Haupt- und Ehrenamtlern optimiert einzusetzen. In Arbeitskreisen und Online-Sitzungen suchen wir nach neuen Impulsen für unsere tägliche Arbeit und legen die Ausrichtung fest, wollen aber auch Standards definieren. Welche Rituale sind wichtig? Wie können wir die Angehörigen einbeziehen? Welche Methoden der komplementären Pfleg